Gestein des Jahres 2016

Das „Gestein des Jahres“ wird seit 2007 von einem Expertengremium unter Leitung des Berufsverbandes Deutscher Geowissenschaftler (BDG) ausgewählt und hat das Ziel, Gesteine, die auf Grund Ihrer geologischen Entstehung und wirtschaftlichen Bedeutung bemerkenswert sind, in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

 

2017: Diabas

2016: Sand

2015: Gneis

2014: Phonolith

2013: Kaolin

2012: Quarzit

2011: Tuff

2010: Kalkstein

2009: Basalt

2008: Sandstein

2007: Granit

 

Weitere Informationen finden Sie in unserem Pressebereich sowie unter www.gestein-des-jahres.de

 

 

 

 

Diabas - Gestein des Jahres 2017

Knallhart aber vielseitig

Vom Schotter bis zum Urgesteinsmehl

Die jährliche Wahl zum Gestein des Jahres fiel für 2017 auf den Diabas. Was dieses Gestein auszeichnet, ist seine vielseitige Verwendbarkeit. Für Bildhauerarbeiten und die Werksteinproduktion ist es ebenso gefragt, wie für die anspruchsvolle Schotter- und Splittherstellung sowie als Zuschlag bei der Baustoffproduktion. Aufgemahlener Diabas trägt maßgeblich zur Bodenverbesserung bei.

 

Gewinnung von Diabasen in Deutschland

Nur noch ganz wenige Steinbruchbetriebe in Deutschland gewinnen derzeit Diabas besonders hoher Qualität für die Werksteinproduktion. Viel häufiger wird das Gestein aus nutzbaren heimischen Vorkommen für die Aufbereitung zu Schottern und Splitten genutzt. Die hohe Druckfestigkeit und Frostbeständigkeit des Diabas prädestiniert in für besonders hochwertige Anwendungen im Verkehrswegebau. So ist er eines der bevorzugten Gesteine für die Gleisschotterproduktion.  Die hohe Polierresistenz von Diabassplitten sorgt zwischen Straßendeckschichten und Reifen für einen guten Grip und macht so den Straßenverkehr sicherer. Beliebt sind Diabaskörnungen auch wegen ihrer guten Haftungseigenschaften mit dem Bitumenbinder als Zuschlag in der Asphaltproduktion. Als Edelsplitte in speziellen Asphaltmischungen, dem so genannten „Flüstersaphalt“ tragen sie zur Minderung der Fahrgeräusche bei. Die Herstellung von Wasserbausteinen oder Gabionenfüllungen sind weitere Anwendungsgebiete. Zu „Urgesteinsmehl“ aufgemahlen, verbessert Diabas wegen seines hohen Kalzium- und Magnesiumgehaltes die Böden und damit die Erfolge im Gartenbau und in der Landwirtschaft.

Dass Diabase gut zu bearbeiten sind und im Einsatz „Kantenschärfe“ beweisen, wussten bereits die Menschen der Steinzeit, in dem sie daraus Werkzeuge wie Beile, Schaber und Klingen fertigten. Traditionell wird das Gestein neben der guten Bearbeitbarkeit wegen seiner unaufdringlichen aber dennoch edlen Optik auch nach wie vor im Werksteinbereich hoch geschätzt und ist für die Herstellung von Grabsteinen, Säulen, Fassadenplatten oder auch Bodenbelägen beliebt.

 

Entstehung und Vorkommen

Diabase sind landläufig so etwas wie die „älteren Brüder“ der Basalte. Sie verdanken ihre Eigenschaften einer schwach metamorphen Umwandlung untermeerisch ausgeflossener Basalte. Kristalline, meist kleinkörnig ausgeprägte Diabase treten in der Regel als lagerförmige Intrusivkörper in sedimentärem Nebengestein, meist Tonschiefern, auf. Die für Diabase typische grünliche Verfärbung der ursprünglich schwarzen basaltischen Ausgangsgesteine entsteht durch die Neubildung von Chlorit und Epidot im Zuge der Metamorphose im marinen Milieu. Auf Grund ihres Mineralbestandes und kompakten Gefüges besitzen Diabase eine hohe Dichte. In Mitteleuropa treten Diabase hauptsächlich in Schichten des Devon und Unterkarbon auf. Deshalb finden sie sich in den deutschen Mittelgebirgen, so im Rheinischen Schiefergebirge, im Harz und im Thüringisch-Vogtländisch-Fränkischen Schiefergebirge. Verbreitungsgebiete von Diabasen in Wechselfolgen mit verschiedenartigen Sedimenten wie Kalk oder Tonschiefer sind meist durch kuppenförmige Landschaften charakterisiert, in denen die Diabase als Härtlinge hervortreten.

 

Die Präsentation und feierliche Weihe des Diabases als Gestein des Jahres 2017 wird am 28. April 2017 im Hartsteinwerk Schicker OHG in Bad Berneck (Oberfranken) stattfinden. Im UVMB-Verbandsgebiet feiern wir das Gestein des Jahres am Tag des Geotops am 17. September in Thüringen, Gastgeber ist unser Mitgliedsunternehmen Hartsteinwerke Burgk GmbH & Co. OHG in Schleiz.

 

 

Publikationen zum Thema Diabas

Im Rahmen der Feierlichkeiten sind zum Rohstoff Diabas folgende Publikationen in Zusammenarbeit mit der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TULG) und dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) entstanden:

 

Informationsflyer Diabas - Gestein des Jahres 2017

 

 

 

 

 

 

 

  

 

Sand - Gestein des Jahres 2016

Kleine Körnchen ganz groß

Sand brauchen wir nicht nur für den Sandkasten! Er ist ein unentbehrlicher Rohstoff mit einer herausragenden Bedeutung für unser Leben und aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Er ist ein wesentlicher Bestandteil von Beton sowie Ausgangsstoff für viele weitere Produkte. Er ist unerlässlich für die Herstellung von Produkten in der Baustoffindustrie, aber auch in der Glas- und Papierherstellung, der chemischen, kosmetischen und Lebensmittelindustrie.

Gastgeber der feierlichen Präsentation am 22. April 2016 war unser Mitgliedsunternehmen SKBB Sand + Kies Union GmbH Berlin-Brandenburg. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG), dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) und dem UVMB statt. Hier geht es zum Programm

 

 

Publikationen zum Thema Sand

Im Rahmen der Feierlichkeiten sind zum Rohstoff Sand folgende Publikationen in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG), dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandeburg (LBGR) und der Sand + Kies Union Berlin-Brandenburg GmbH (SKBB) entstanden:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Informationsflyer Sand - Gestein des Jahres 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Festschrift Sand - Gestein des Jahres 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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