Betonbranche vorsichtig optimistisch

Vor dem Hintergrund einer positiven Entwicklung der Bauumsätze und einem gestiegenen Auftragsvolumen im Bau im Jahr 2011 fand die Mitgliederversammlung und Fachtagung der Fachgruppe Betonbauteile, Beton und Mörtel des Unternehmerverband Mineralische Baustoffe (UVMB) e.V. und des BAU-ZERT Ost e.V. am 11. November in Arnstadt (Thüringen) statt.

 

 

Bild: Teilnehmer

 

Dabei wurden fachliche Themen wie die Leistungsfähigkeit verschiedener Stahlfasertypen im Stahlfaserbeton, die Eigenschaften und die Anwendung von Polymerfaserbeton, neue Erkenntnisse beim Pumpen von Betonen, der Arbeits- und Gesundheitsschutz im Betonwerk, der Einfluss des Hohlraumgehaltes von Sanden auf die Betoneigenschaften sowie die neuen Normen des Eurocodes 2 besprochen.

 

 

Bild: Das Berufsbild in der Steine- und Erdenindustrie muss attraktiver gestaltet werden, gab Michael Warzecha zu bedenken.

 

 

Bei den Zulieferern der Rohstoffindustrie seien im Verbandgebiet von 2010 zu 2011 zweistellige Steigerungsraten zu verzeichnen, berichtete der Vorsitzende der Fachgruppe Michael Warzecha. Die Preisentwicklung gestalte sich dagegen eher verhalten. Für 2012 würden weitere Zuwächse in Umsatz und Produktion von 2 % erwartet. Viel mehr Aufmerksamkeit müsse man auf die Ausbildung legen. „In zahlreichen Betrieben steht ein Generationswechsel an, auf den wir uns vorbereiten müssen“, gab Warzecha zu bedenken. Um das Berufsbild attraktiver zu gestalten, müsse man auch darüber nachdenken, das Einkommen der Lehrlinge neu zu bewerten und eine Anpassung nach oben vorzunehmen. Mit der überbetrieblichen Ausbildung im Erfurt Bildungszentrum habe man einen Partner, welcher über hervorragende Voraussetzungen verfüge. Jedoch seien die Unternehmen auch „selbst in der Verantwortung, sich hier einzubringen“, so Warzecha. Hier gelte es, Angebote der IHK wie Ausbildungsberatung, Lehrstellenbörse und Ausbildungsmessen stärker zu nutzen sowie Kontakte zu Schulen aufzubauen.

 

 

Bild:  Eine Kiesfaktion von 8/22 könnte eine Alternative zu 8/16 werden, schlug Thomas Jung vor.

 

Eine „kontraproduktive Entwicklung“ in der Nachfrage von Naturkies für die Betonherstellung sprach der Vorsitzende des UVMB und Geschäftsführer der Mitteldeutsche Baustoffe GmbH, Thomas Jung an. So sei eine stark gestiegene Nachfrage im Bereich der Faktion 8/16 mm und ein entsprechender Rückgang bei der Fraktion 16/32 mm zu beobachten, was die Kiesproduzenten vor Probleme stelle. Im Moment könne in bestimmten Regionen die Nachfrage nach der Fraktion 8/16 nicht mehr gedeckt werden. Um wieder einen Absatz, der an die geologischen Verhältnisse angepasst ist, zu erreichen, schlug Jung als Alternative die Einführung einer Fraktion 8/22 mm vor. Mit dieser Fraktion könne im mitteldeutschen Raum das Aufkommen um ca. 30 % gegenüber der Fraktion 8/16 erhöht werden. Erste Gespräche und Diskussionen mit Fachleuten seien durchaus positiv verlaufen und auch die Normung lasse einen solchen Einsatz zu. Um dieses Thema fachlich zu untersetzen, schlägt Jung die Gründung eines Konventes im UVMB vor, da dieses Thema sicher auch von bundesweitem Interesse sei.

 

 

Bild:  Mit einer neuen Software ist die Prüfung von Liefergemeinschaften kartellrechtlich sicher und preiswert, informierte Prof. Kai-Thorsten Zwecker.

 

Eine neue Möglichkeit, legale Liefergemeinschaften kartellrechtlich schnell und einfach prüfen zu lassen, stellte Prof. Dr. Kai-Thorsten Zwecker von der Partnerschaftsgesellschaft PF&P Rechtsanwälte aus Ulm vor. Dazu habe man die webbasierte Softwarelösung „betcomp.de“ entwickelt. Diese biete kartellrechtlich wahrscheinlich die einzigste Möglichkeit, Liefergemeinschaften gesetzeskonform prüfen zu lassen. Von großem praktischem Wert seien hier der geringe Zeitaufwand und die niedrigen Kosten je Prüfung. Die Software sei derzeit in „kartellrechtlicher Veranlagung“ und soll Anfang 2012 lauffähig sein. 

 

 

 

Baustofftag mit Schwerpunkt Recycling

Neue Erkenntnisse und Forschungsergebnisse im Bereich der Verwertung von Recyclingbeton, dem gegenwärtigen und zukünftigen Gipsaufkommen im Bauschutt und Asche-Lehm-Komponenten als Beispiel für die Verwertung mineralische Ersatzbaustoffe wurden während des 7. Thüringer Baustofftages am 3. November 2011 vorgestellt, welcher vom Unternehmerverband Mineralische Baustoffe (UVMB) e. V. und dem Netzwerk REDUMAD-Produktentwicklungen organisiert wurde und im August-Kramer-Institut der Fachhochschule stattfand.

 

Bild: Mit aschegebundenen Feinkornsystemen lassen sich inzwischen Bauteile in Ziegelgröße herstellen, informierte Prof. Dr. Klaus-Jürgen Hünger aus Cottbus

 

 

Die Ergebnisse der dreijährigen Forschungsarbeit „ALEKOM“- einem Gemeinschaftsprojekt der BTU und der Dr. Krakow Rohstoffconsult Göttingen- stellte Prof. Dr. rer. nat., Dr.-Ing. habil. Klaus-Jürgen Hünger von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus vor. Inzwischen sei es hier gelungen neben kleinteiligen Bauelementen auch Probekörper im „Ziegelformat“ herzustellen. Ziel des Projekts ist die Herstellung von kleinformatigen Bau-/Formteilen auf Basis eines aschegebundenen Feinkornsystems. Entscheidend sei hier aus ökologischer Sicht, dass dabei auf einen Brennprozess verzichtet werden kann. Die Festigkeit der Formteile entstehe bei der Trocknung schon bei Lufttemperaturen von 20°C über eine Ettringitbildung in dem Asche-Ton-Gemisch, so Prof. Hünger. 28 Tage nach der Herstellung konnten Festigkeiten von über 10 N/mm2 erreicht werden. Die Umweltverträglichkeit für den Einbau in technische Bauwerke sei nachgewiesen. Derzeit würde eine Optimierung der Mischungen aus verschiedenen Aschen unter chemisch-mineralogischen und granulometrischen Gesichtspunkten durchgeführt. Dabei sollen die Gefügeeigenschaften, die Sulfatbindung in den Aschen und die Gefügestabilität bei intensivem Wasserkontakt weiter verbessert werden. Zudem wird für Nutzungsvarianten mit intensivem Wasserkontakt außerhalb von technischen Bauwerken an der Umweltverträglichkeit des aschegebundenen Feinkornsystems weiter gearbeitet.

 

In der Bundesrepublik werden jährlich ca. 34,9 Mio. t Bauschutt in mobilen und 29,1 Mio. t in stationären Anlagen aufbereitet. Die wesentlichen technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen für das Recycling liegen hier in der kontinuierlichen Bereitstellung von Rezyklaten in der erforderlichen Menge und Qualität, dem Nachweis von wirtschaftlichen Vorteilen gegenüber natürlichem Kiesbeton und in der Reduzierung von Fremdbestandteilen. Vor diesem Hintergrund berichteten Prof. Dr.-Ing. habil. Anette Müller vom IFF Institut für Fertigteiltechnik und Fertigbau Weimar e.V. und Dr.-Ing. Elske Linß vom F.A. Finger – Institut für Baustoffkunde an der Bauhaus Universität Weimar über neue Forschungsergebnisse. Frau Prof. Müller sieht die Chancen für den Recyclingbeton vor allem in Gebieten mit einer hohen Bevölkerungsdichte bei gleichzeitig geringer Verfügbarkeit an natürlichen Rohstofflagerstätten, wie Beispiele aus dem Südwesten Deutschlands zeigen. Für den Freistaat Thüringen müsse das Potential eher als gering eingeschätzt werden. Aufgrund der hohen Anforderungen würden in Deutschland derzeit nur etwa 1,5 % rezyklierte Gesteinskörnungen substituiert. Problematisch sei hier insbesondere der Gipsanteil im Bauschutt. Zur Gipsabtrennung habe man zwei Verfahren untersucht. Eine nasse Trennung mittels Setzsortierung sei relativ aufwändig und wenig effektiv. Deutlich reduzieren ließen sich dagegen die Gipsbestandteile mit einer trockenen sensorgesteuerten Druckluftsortierung.

 

 

Bild: Für die Reinigung von sulfathaltiges Abbruchmaterial sei eine zweistufige Aufbereitung empfehlenswert, sagte Dr. Elske Linß aus Weimar

Für sulfathaltiges Abbruchmaterial sei eine zweistufige Aufbereitung unbedingt zu empfehlen, sagte Dr.-Ing. Elske Linß. Praktische Untersuchungen an einer Aufbereitungsstrecke hätten gezeigt, dass der Sulfatgehalt nach der 1. Brechstufe in der Fraktion 0/56 mm noch über 0,45 Masse-% liegt. Durch den Einsatz einer 2. Brechstufe konnte dieser Anteil auf 0,15 Masse-% und somit unter den 0,2 Masse-% -Grenzwert für Fremdbestandteile der DIN EN 12620 gesenkt werden.

Diese Ergebnisse sind das Resultat des UFOPLAN-Projekts 370933317 der Bundesanstalt für Materialforschung  und –prüfung Berlin und der Bauhaus-Universität Weimar im Auftrag des Umweltbundesamtes zur Optimierung des Rückbaus/Abbruchs von Gebäuden zur Rückgewinnung und Aufbereitung von Baustoffen unter Schadstoffentfrachtung (insbes. Sulfat) des RC-Materials sowie des ökobilanziellen Vergleichs von Primär- und Sekundärrohstoffeinsatz inklusive Wiederverwertung. Ziel ist die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen zur Gewinnung einer hochwertigen RC-Gesteinskörnung. Dabei sollten die heutigen und zukünftigen Gipsmengen im Bauabfallstrom in Deutschland erfasst und Abbruch-/ Aufbereitungstechniken hinsichtlich der Gipsentfernung untersucht werden. So konnte ein Gipsaufkommen von ca. 5,5 Mio. t/a bezogen auf 57 Mio. t/a Bauschutt ermittelt werden, was einer Quote von fast 10 Masse-% entspricht. Diese Tendenz sei steigend und stellt eine Herausforderung für das Baustoffrecycling dar, so Dr. Linß, da immer mehr Gipsprodukte verarbeitet würden. Für das Jahr 2030 wird eine Verdopplung des Gipsaufkommens in Bauabfällen prognostiziert.

 

 

Bild: Eine trockene Gipsabtrennung in RC-Baustoffen mit Sensorerkennung und Druckluft ist recht effektiv, erläuterte Frau Prof. Dr. Müller aus Weimar

 

 

Neuer Studiengang-Geotechnik in Nordhausen

Der neue Studiengang Geotechnik der Fachhochschule Nordhausen wurde im Rahmen des 7. Thüringer Baustofftages am 3. November 2011 vorgestellt. Der Baustofftag wird vom Unternehmerverband Mineralische Baustoffe (UVMB) e.V. gemeinsam mit dem Netzwerk REDUMAD-Produktentwicklungen organisiert und fand im August-Kramer-Institut der FH Nordhausen statt.

 

Während des ingenieurwissenschaftlichen Studiums werden auf solider naturwissenschaftlicher Grundlage Geosysteme analysiert, charakterisiert und reflektiert. Die Ausbildung reicht von traditionellen Themen wie die Gewinnung von Rohstoffen und Trinkwasser, der geotechnischen Bemessung von Fundamentgründungen für Windkraftanlagen, der Nutzung geothermischer Ressourcen bis hin zu Zukunftsthemen, wie dem energetischen Stadtumbau oder der permanenten Bindung von Treibhausgasen in Geosystemen. Innerhalb des Studiums nimmt die praktische Ausbildung der Studenten in Form von Exkursionen und Praktika einen großen Stellenwert ein, erläuterte Prof. Dr.-Ing. Dieter G. Genske. Deshalb würde das Studium auch sieben Semester bis zum Abschluss als Bachelor umfassen. Die späteren beruflichen Einsatzmöglichkeiten der Absolventen liegen in Ingenieurbüros, internationalen Unternehmen der Ressourcenwirtschaft, öffentlichen Einrichtungen von Kommunen, der Länder und des Bundes, Forschungseinrichtungen, Genehmigungs- und Kontrollbehörden oder auch Umweltverbänden. Zum Beginn des ersten Studiengangs, welcher im Oktober bereits begonnen hat, haben sich 21 Studenten eingeschrieben, informierte Prof. Genske.

 

 

 

Bildunterschrift: Beim neuen „Studiengang-Geotechnik“ wird sehr viel Wert auf Exkursionen und Praktika gelegt, so Prof. Dr. Genske von der Fachhochschule Nordhausen.

 

Biomasse aus brachliegenden Flächen

Wie brachliegende Flächen einer ökologisch wertvollen Nutzung zugeführt werden können und sich durch den Anbau von Biomasse letztendlich Geld verdienen lässt, erläuterte Dipl.-Wirt.-Ing. Gunther Fleischmann von der Energiewald Thüringen GmbH während des 7. Thüringer Baustofftages am 3. November 2011 in Nordhausen. Diese bereits traditionelle Veranstaltung, welche am August-Kramer-Institut der ortsansässigen Fachhochschule stattfand, wurde vom Unternehmerverband Mineralische Baustoffe (UVMB) e.V. und dem Netzwerk REDUMAD-Produktentwicklungen organisiert.

 

Der Anlass für dieses Vorhaben sei die Übernahme eines Heizhauses in einem Gewerbepark und die Umstellung von Öl auf Biomasse gewesen. „Neben den vertraglich geregelten aber unregelmäßigen Holzlieferungen durch Rodungen der umliegenden Obstplantagen mussten wir eine unabhängige nachhaltige Rohstoffquelle schaffen“, erläuterte Gunther Fleischmann der Hintergrund. So habe man entsprechende geeignete Flächen bei Großfahner gekauft und mit schnellwachsenden Weidenstecklingen bepflanzt. Innerhalb von drei Jahren sei ein Wald mit 12 Meter hohen Bäumen und einem durchschnittlichen Stammdurchmesser von 10 – 12 cm entstanden, welcher dann „geerntet“ und in Biomasse zerkleinert wurde. Die Kosten für die Vorbereitung des Bodens, die Pflanzungen und die Ernte seien dabei geringer als der Verkaufswert, so dass sich dieses Modell durchaus rechne, da auch die Holzpreise ständig steigen würden, so Fleischmann. Einmal angepflanzt müsse der „Wald“, wo auch Pappeln zum Einsatz kommen können, alle fünf Jahre gerodet werden. Die im Boden bleibenden Wurzelstöcke würden dann schnell wieder austreiben. Denkbar wäre die Erzeugung von Biomasse auch auf Flächen von Unternehmen der Steine- und Erdenindustrie. Ein entsprechendes Flächenmanagement bietet vielfältige Möglichkeiten parallel zur bergbaulichen Nutzung auch Biomasse zu lukrativen Konditionen zu erzeugen und damit zur Reduzierung von CO2 beizutragen. Denkbar wären zeitweilige Zwischennutzungen im Tagebauvorfeld oder die Bepflanzung von Außenhalden. Gleichzeitig könnten mit diesen Pflanzungen auch Maßnahmen zur Reduzierung von Staubausträgen aus dem Tagebau oder Rekultivierungsverpflichtungen umgesetzt werden.   

 

Zur Unterstützung von weiteren Bioenergievorhaben in der Region habe man den Verein proBERTA e.V. (BioEnergieRegionThüringerAckerebene) gegründet. In verschiedenen Projekten will dieses Netzwerk mit Landkreisen, Stadtwerken, der Fachhochschule und anderen zahlreichen Partnern neue Systemlösungen im Spannungsfeld ökologischer, ökonomischer und sozialer Anforderungen finden.

 

 

 

 

Bild: Brachliegende Flächen in der Steine- und Erdenindustrie können durch den Anbau von Biomasse effektiv genutzt werden, erläuterte Gunther Fleischmann von der Energiewald Thüringen GmbH

 

Rohstoffkonvent Thüringen am 25. Oktober in Gotha

Am 25.10.2011 fand die zweite Sitzung des Rohstoffkonvents Thüringen in diesem Jahr im Quality Hotel Gotha statt.

 

 

Abb. 1:    RA Dipl.-Ing. (FH) Gert-Dietrich Reuter, Geschäftsführer des UVMB stellte noch einmal die Situation für die Verwertung von mineralischen Abfällen nach den Tongrubenurteil und dem Lavasand-Beschluss dar.

 

Im Mittelpunkt des Konvents stand das Thema: Alternativen zur Verfüllung-Deponien der Klassen DK0 und DKI. Dieses Thema hat momentan eine große Bedeutung, da die Verwertung mineralischer Abfälle unter Bergrecht nach dem Tongrubenurteil und dem Lavasand-Beschluss mit erheblichen Einschränkungen versehen worden ist.

 

Prof. Dr. Franz Sänger von der DBI-EWI GmbH, Ingenieurgesellschaft Spezialbau, Wasser und Umwelt stellte in seinem umfassenden  Vortag die gesetzlichen und technischen Grundlagen für die Errichtung von Deponien der Klassen DK0 und DKI  vor. Nach ersten Bedarfsabschätzungen wird ein erheblicher Bedarf an Deponiekapazitäten im mitteldeutschen Raum im Bereich der DK0/DKI-Deponien gesehen.  Dieser Bedarf wird sich mit Auslaufen und Änderungen von bergrechtlichen Zulassungen weiter erhöhen (beispielsweise durch das Auslaufen der Verwertung von mineralischen Abfällen auf Kalihalden). Im ostthüringischen Bereich (Altenberger Raum) gibt es bereits heute schon Probleme bei der Verwertung von mineralischen Abfällen. Wenn die Mantelverordnung kommt, wird eine Verfüllung, wie sie gegenwärtig unter Bergrecht praktiziert wird, mit Sicherheit nicht mehr aufrecht zu erhalten sein.

 

 

In einem zweiten Vortrag stellte unser Ehrenmitglied, Dr. Schröder, umfassend den Stand und Inhalt der Rohstoffsicherung im Landes­entwicklungsplan Thüringen dar und unterzog die Aussagen einer eingehenden Bewertung. Durch die gute und abgestimmte Zusammenarbeit zwischen UVMB und dem geologischen Landesdienst konnte eine neue Qualität in der Rohstoffsicherung im Vergleich zu älteren Plänen aber auch zu Plänen anderer Bundesländern erreicht werden.  In den Leitvorstellungen finden sich folgende wichtige Aussagen:

 

  • Erhalt der Verfügbarkeit des vorhandenen Rohstoffpotentials für die bedarfsgerechte Versorgung der thüringischen Wirtschaft und für die Rohstoffversorgung Deutschlands
  • Die Rohstoffsicherung soll umgesetzt werden durch:
  • mittelfristige Sicherung der Rohstoffgewinnung (25 Jahre)
  • langfristige nachhaltige bedarfsunabhängige Rohstoffsicherung für zukünftige Generationen

 

Die neue Qualität der Rohstoffsicherung im LEP Thüringen besteht auch darin, dass mit dem LEP der Regionalplanung konkrete Aufgaben zur Rohstoffsicherung für bestimmte Rohstoffe in bestimmten Regionen gestellt werden.

 

Als problematisch wird im gegenwärtigen Entwurf der Grundsatz 3 bewertet.  „Beim  Abbau überregional bedeutsamer und begrenzt zur Verfügung stehender Rohstoffe soll der bei der Abwägung mit konkurrierenden raumbedeutsamen Nutzungen besonderes Gewicht beigemessen werden.“

 

Mit der Einführung von unbestimmten Begriffen wie der „Tragfähigkeit des Teilraums“ sind subjektive und willkürliche Auslegungen möglich, die die Leitvorstellungen und anderen Grundsätze der Rohstoffsicherung aufweichen.

 

 

 

Abb. 2: Der Einladung zum Rohstoffkonvent Thüringen waren mehr als 30 Teilnehmer aus der Rohstoffindustrie gefolgt. Gegenwärtig veranstaltet der UVMB Rohstoffkonvente in den Regionen Mecklenburg-Vorpommern, Berlin/Brandenburg, Sachsen und Thüringen.   

 

Der UVMB und der geologische Landesdienst haben entsprechende Stellungnahmen zur Streichung des Grundsatzes 3 abgegeben. Weitere Diskussionen zu diesem Thema sollen mit dem zuständigen Ministerium geführt werden.       

 

Durch den UVMB wurden aktuelle statistische Zahlen zur Rohstoffgewinnung und zur Umsatz- und Preisentwicklung für die Region Thüringen und das Verbandsgebiet für das Jahr 2010 und das 1. Halbjahr 2011 vorgestellt.

 

Der nächste Rohstoffkonvent für die Region Thüringen wird am 29. März 2012 in Kamsdorf stattfinden.            

 

 

Martin Froben zum neuen Ehrenmitglied des UVMB ernannt

Der Leitende Regierungsdirektor Martin Froben wurde zum neuen Ehrenmitglied des UVMB ernannt. Damit werden seine langjährigen Verdienste gewürdigt.

 

Martin Froben war von 1990 bis 2003 Referent für Bergbau und Energie im Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern und seit 2003 Leiter des Bergamtes Stralsund.

 

 

 Bild: Marin Froben während der Festveranstaltung 20 Jahre Bergamt Stralsund

Seit 1995 leitet er den Arbeitskreis Rohstoffsicherung, in dem neben der Rohstoffindustrie, die Raumordung, der Umwelt- und Naturschutz und der Geologische Dienst vertreten sind.

Durch den Arbeitskreis wurden in den letzten Jahren zahlreiche wichtige Projekte initiiert und erfolgreich abgeschlossen. Auf Initiative des Arbeitskreises wird seit 1998 der Rekultivierungspreis für besondere Leistungen im Rahmen der bergbaulichen Wiedernutzbarmachung verliehen. In den ersten Jahren wurde die Auszeichnung durch den Wirtschaftminister vorgenommen. Seit 2009 ist der Minister für Landwirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutz der neue Schirmherr. Der Preis hat dazu beigetragen, die Akzeptanz der Rohstoffgewinnung in der Öffentlichkeit zu stärken. Als der Wirtschaftminister die Schirmherrschaft über den Preis aus unerklärlichen Gründen abgab, setzte sich Martin Froben ganz massiv für dessen Erhaltung ein.

 

Im Rahmen des Arbeitskreises wurde die Idee der Erarbeitung der Karte der oberflächennahen Rohstoffe im Maßstaß 1 : 50.000 (KOR 50) geboren. Martin Froben ist es im Wesentlichen zu verdanken, dass dieses Projekt durch das Wirtschaftministerium Mecklenburg-Vorpommern finanziert und damit auch umgesetzt werden konnte. Das Kartenwerk ist für den Geologischen Dienst des Landes ein wichtiges Arbeitsinstrument, wenn es um Fragen der Rohstoffsicherung geht.

 

Wegweisend war auch seine Fürsprache, die Naturschutzverbände in die Arbeit des Arbeitskreises Rohstoffsicherungen einzubeziehen. So wurde in die Entscheidungsbildung zum Rekultivierungspreis regelmäßig der NABU Mecklenburg-Vorpommern einbezogen. Ein weiteres Projekt, welches für unser Verbandsgebiet einzigartig ist, ist das Umweltbildungsprojekt „Wir bauen ein Haus“. Es wurde in den letzten Jahren innerhalb des Arbeitskreises entwickelt und wird Ende 2011 abgeschlossen. Ziel des Projekts ist es, Kindern im Grundschulalter die Bedeutung von einheimischen Baurohstoffen näher zubringen.  

 

Martin Froben hat als Leiter des Arbeitskreises all diese Projekte über mehr als 15 Jahre befördert und durch sein beharrliches Wirken auch gegen Widerstände zum Erfolg geführt.

 

Anlässlich seiner Verabschiedung in den Ruhestand durch den Wirtschaftminister Mecklenburg-Vorpommers übergab der Geschäftsführer des UVMB, RA Dipl.-Ing. (FH) Gert-Dietrich Reuter die Ernennungsurkunde und würdigte in seiner Rede die Verdienste unseres neuen Ehrenmitglieds.

 

Nach der Satzung des UVMB können Personen, die dem Verband und der von ihm repräsentierten Industrie außerordentliche Dienste geleistet haben, durch den Vorstand zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.            

 

Diese hohe verbandliche Auszeichnung wurde bisher nur dreimal ausgesprochen. Martin Froben ist also unser viertes Ehrenmitglied. Lieber Martin, herzlich willkommen bei uns im Verband.   

 

 

Bild: Am 20. Oktober 2011 überreichte der Geschäftsführer der UVMB, RA Dipl.-Ing. (FH) Gert-Dietrich Reuter die Ernennungsurkunde im Auftrag des Vorstands des UVMB.

 

 

 

20 Jahre Bergamt Stralsund

DOC
20 Jahre Bergamt Stralsund
(0,022 MiB)

Sein 20jähriges Bestehen feierte das Bergamt Stralsund am 14. Dezember im Festsaal des Schweriner Schlosses. Vertreter von Unternehmen, Behörden und langjährige Partner trafen sich zu einem Jubiläumskolloquium. Geologie und Bergbau, die Kreidegewinnung auf Rügen, Planungskriterien und die Verfüllung von Tagebauen bildeten die fachlichen Schwerpunkte. Ergänzt wurden sie durch Erläuterungen zum Naturschutzrecht, Geothermie und Erdgashochdruckleitungen in Mecklenburg-Vorpommern sowie aktuelle Informationen zum Kartenwerk KOR 50. 

„Von Beginn an war das Bergamt eine selbstbewusste und durchaus nicht unkritische Genehmigungsbehörde, um dem Bundesberggesetz und damit auch den anderen Institutionen des Einigungsvertrages Geltung zu verschaffen.“ Den damit verbundenen hohen Anforderungen habe sich das Bergamt mit ausgezeichnetem Sachverstand und viel Konsequenz gestellt, sagte Gert Dietrich Reuter, Geschäftsführer des Unternehmerverbandes Mineralische Baustoffe UMVB e.V. in einer Grußansprache. „Das Bergamt war und ist eines der wichtigsten Ämter für eine erfolgreiche Landesentwicklung“, so Reuter. Es seien die Voraussetzungen geschaffen worden, dass in den vergangenen 20 Jahren die Versorgung des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit einheimischen Rohstoffen wie Kies und Kiessande, Quarz- und Spezialsande, tonige Gesteine und Kreise reibungslos erfolgen konnte.

 

"Die Zusammenarbeit mit Verbänden wird für uns immer wichtiger, da wir vor vielen Aufgaben stehen, deren Realisierung für uns allein schwierig wäre“, betonte Bergamtsleiter Martin Froben. Mit dem UVMB sei man in einer langjährigen Partnerschaft verbunden. Besonders bei der Umsetzung von Verordnungen, Gesetzen und Erlassen sei man auf die fachliche Hilfe angewiesen. Einerseits würden diese auf direktem Wege über die Unternehmen in die Breite getragen. Andererseits gebe der Verband selbst Anregungen, prüfe auf Fehler und weise auf notwendige Ergänzungen hin, so Froben. Besonders gut sei die Kooperation im Bereich der Wiedernutzbarmachung. Der damalige Landesverband Nord-Ost, welcher 2004 mit anderen Landesverbänden zum UVMB fusionierte, sei Mitinitiator des Rekultivierungspreises Mecklenburg-Vorpommern, welcher 1998 erstmals vergeben wurde. Hier schätze man die praktischen Erfahrungen, besonders bei den Vorschlägen zur Verleihung des Preises, sagte Froben (Bild unten).

Video: Sandsation 2010

 

Deutscher Sandskulpturenpreis verliehen Die Jury hat entschieden: der Deutsche Sandskulpturenpreis 2010 geht nach Russland: Die Skulptur "I listen, I hear, I speak" von Pavel Mylnikov wurde heute von der fünfköpfigen Jury, zu der auch der Ehrenvorsitzender des UVMB, Dieter Finke gehörte, zum Sieger gekürt!

Video Pressekonferenz



Video Preisverleihung

 

Video: Ressourcen im Kreislauf

Der UVMB unterstützte die Produktion dieses Videos.

 

 

 

Video: Steine und Erden - Kreislauflaufwirtschaft am Scheideweg

Der UVMB unterstützte die Produktion dieses Videos.

 

 

 

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Stellenausschreibungen

 

 

Jahresmitgliederversammlung in Leipzig vom 12. und 13. Mai 2011
Bilder,
Pressemitteilung

10. Baustoffkolloquium in Cottbus vom 8. und 9. März 2011
(Pressemitteilungen)
Bilder,
Fachgruppenvorstand,
Mitgliederversammlung,
Baustoffkolloquium

Rekultivierungspreis Mecklenburg-Vorpommern vom 1. September 2010
Bilder,
Preisverleihung,
Projekt Umweltbildung

MIRORY das Spiel zum Thema Rohstoffgewinnung
Beschreibung, Bestellung  

Neuauflage: „Ausschreiben von Asphaltarbeiten“




Werk- und Prüfstellenleiter-
schulung
25./26. Januar 2012 in Halle-Peißen
- Vorträge 1. Tag;
- Vorträge 1. Tag - Workshop I;
- Vorträge 1. Tag - Workshop II;
- Vorträge 2. Tag


Fachtagung Betonbauteile, Beton und Mörtel 
10./11. November 2011 in Arnstadt.
Die Vorträge befinden sich in unserem Mitgliederbereich.


7. Thüringer Baustofftag 
02./03. November 2011 in Nordhausen
Die Vorträge befinden sich in unserem Mitgliederbereich.


15. Beratung des AK Tonrohstoffe 
24./25. August 2011 in Kamenz
Die Vorträge befinden sich in unserem Mitgliederbereich.


20. Freiberger Steine-und-Erden-Kolloquium
16./17. Juni 2011
Die Vorträge befinden sich in unserem Mitgliederbereich.


10. Rohstoffkolloquium Schönebeck
14. April 2011 Bad Salzelmen
Pressemitteilung
Die Vorträge befinden sich in unserem Mitgliederbereich.

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Kalender

Plan Veranstaltungen, Weiterbildung

Den aktuellen Plan zur Weiterbildung und Öffentlichkeitsarbeit finden Sie hier

07.02.2012

Rohstoffkonvent Sachsen in Leipzig
Einladung und Programm

07. - 09.02.2012

56. Betontage: "Wandel gestalten" in Neu-Ulm

Vorankündigung

08. - 10.02.2012

Deutsche Asphalttage 2012 in Berchtesgarden

Vorankündigung

20. - 22.02.2012

Mischmeisterschulung in Neugattersleben
Programm und Anmeldung

29.02. - 01.03.2012

BAUSTOFFKOLLOQUIUM 2012 in Freiberg

Gemeinsame Mitgliederversammlung der FG Gesteinsbaustoffe des UVMB und der Abt. Gesteinsbaustoffe des BAU-ZERT Ost
Programm und Anmeldung, Hotel

12.03.-13.03.2012

Lehrgang II - Prüfung von Gesteinskörnungen 
Programm, Anmeldung, Hotelreservierung

29.03.2012

Rohstoffkonvent Thüringen in Kamsdorf

25.04.2012

Rohstoffkonvent Berlin/Brandenburg

27.06.2012

Rohstoffkonvent Mecklenburg-Vorpommern (Nordost)

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