Umwelt & Biodiversität


Tagebau und Steinbruch leben: Amphibien, Zauneidechse, Wildbienen und Uhu – in den Tagebauen und Steinbrüchen unserer Mitgliedsunternehmen finden diese und viele weitere bedrohte Tiere und Pflanzen einen neuen Lebensraum. Schon während der Gewinnung der mineralischen Rohstoffe entsteht in den Gewinnungsstätten ein strukturreiches Biotopnetzwerk aus Kleingewässern, Steilwänden, Lesesteinhaufen, Baggerseen und Inseln. Dieser Mix aus den nebeneinander bestehenden und immer wieder neu geschaffenen Lebensräumen stellt die Grundlage für eine hohe biologische Vielfalt dar, die Arten mit ganz unterschiedlichen Ansprüchen auf relativ kleinem Raum umfasst. Rohstoffgewinnung bietet damit eine echte Chance für den Naturschutz.

Ansprechpartner


Referent für Umwelt und Biodiversität

Dipl.-Biol. Oliver Fox
Tel.: 0341 / 520 466 - 34
fox(at)uvmb.de

Aktuelles Thema


Infomedien Biodiversität: Unsere Broschüre "Artenvielfalt im Tagebau & Steinbruch", der Flyer und das dazugehörige Poster "Biologische Vielfalt im Tagebau & Steinbruch" sowie das neue Poster "Abbaustätten: wichtige Trittstein-Biotope für Insekten in der Kulturlandschaft" zeigen die Lebensräume vieler bedrohter Tier- und Pflanzenarten in eindrucksvollen Bildern. Unsere Publikationen finden Sie in der Mediathek

Biodiversitätsdatenbank: Der UVMB arbeitet zusammen unter der Koordination des Bundesverbandes Baustoffe – Steine und Erden e.V. (bbs) mit weiteren Bundes- und Landesverbänden an einer "Bundesweiten Biodiversitätsdatenbank der Steine-Erden-Industrie“ (Stand: Programmierphase). Diese soll künftig den Beitrag der Steine-Erden-Industrie zur Förderung und zum Erhalt der biologischen Vielfalt langfristig erfassen, dokumentieren und auswerten. Die Broschüre zur Vorstellung der Biodiversitätsdatenbank finden Sie hier

Projekte & Partner


Wie erfolgreich ein konstruktiver Dialog zwischen Unternehmen und Partnern aus dem Bereich Naturschutz sein kann, zeigen die bereits laufenden Artenschutzprojekte, bei deren Initiierung der UVMB maßgeblich beteiligt war. Im Rahmen der Projekte erfolgt eine Beratung der Gewinnungsbetriebe mit dem Ziel, Artenschutzmaßnahmen in den Betriebsablauf zu integrieren, um den dauerhaften Bestand der Arten zu sichern, ohne dabei die wirtschaftlichen Ziele der Unternehmen zu beeinträchtigen. Die Unternehmen erhalten fachliche Beratung und Unterstützung im Umgang mit dem gesetzlich geforderten speziellen Artenschutz und leisten einen aktiven Beitrag zur umweltverträglichen und nachhaltigen Rohstoffgewinnung.


Machen Sie mit: Wir sind ständig auf der Suche nach Tagebauen und Steinbrüchen mit besonderen Arten bzw. interessierten Unternehmen, die an unseren Artenschutzprojekten teilnehmen möchten. Wir beraten Sie gerne, informieren Sie uns über unser Kontaktformular

Artenschutz im Tagebau und Steinbruch – Amphibien & Reptilien in Thüringen: Im Mittelpunkt des Kooperationsprojektes stehen besonders Abbaustätten, die im Verbreitungsgebiet von FFH-Arten liegen. Das sind beispielsweise bei der Gelbbauchunke die Mittelgebirgslagen und Randlagen des Thüringer Waldes, bei der Geburtshelferkröte das Eichsfeld und die westlichen Teile des Thüringer Waldes und bei der Kreuzkröte sowie der Wechselkröte Ostthüringen.

Projektpartner: Naturforschende Gesellschaft Altenburg (NfGA, Projektträger), ENL-Projekt
Projektgebiet: Freistaat Thüringen – landesweit, aktive Tagebaue und Steinbrüche

Erfahren Sie mehr im Projektflyer

Artenschutz im Tagebau und Steinbruch – 100 Kleingewässer für die Kreuzkröte in Sachsen: In dem Kooperationsprojekt sollen erstmals gezielt die Synergien zwischen dem Abbau mineralischer Baustoffe und dem Naturschutz ausgenutzt werden, um eine in Sachsen im Rückgang begriffene Tierart in ihrem Bestand zu stabilisieren und zu fördern.

Projektpartner: Koordinationsstelle „Akteursnetz Kleingewässer für die Kreuzkröte“ des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL)
Projektgebiet: Freistaat Sachsen – landesweit, aktive Tagebaue und Steinbrüche

Erfahren Sie mehr im Projektflyer

Projekt Schwarzkopfmöwen: Gerade einmal rund 300 Brutpaare der Schwarzkopfmöwe gibt es in Deutschland. Entsprechend wichtig ist die Erhaltung ihrer Brutplätze, die bevorzugt in großen Kolonien der Lachmöwen liegen. Durch regelmäßige, jährliche Pflegemaßnahmen, um auf den Brutinseln dem Aufwachsen von Gebüschen und Gehölzen zu begegnen und so die Brutplätze zu erhalten, sind ideale Bedingungen in zwei Tagebauen von Mitgliedsunternehmen entstanden.

Projektpartner: Feldornithologe Jürgen Steudtner
Projektgebiet: Freistaat Sachsen – 2 Tagebaue um Leipzig

Alle Partnerverbände und weitere Organisationen aus unserem Netzwerk finden Sie in den Links